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Neue Optik für Apollos Filialanwendungen

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Ein Web-Interface hilft, den Bestellvorgang attraktiver, die Lagerhaltung effektiver und den Kunden zufriedener zu machen.
Erich Ehbauer verantwortet die IT der Apollo-Optik.
Erich Ehbauer verantwortet die IT der Apollo-Optik.
Foto: apollo optik

Wenn der Kunde eine neue Brille bestellt, soll er gleich etwas Schönes sehen: eine attraktive Benutzeroberfläche, die im Einklang mit der Corporate Identity steht und die Modernität des Unternehmens widerspiegelt. Das war die Vorgabe aus dem Management des Nürnberger Brillenanbieters Apollo-Optik an seine IT-Mannschaft unter der Leitung von Erich Ehbauer (siehe auch "IT-Abteilung intim - was CIOs beschäftigt").

Seit 15 Jahren betreibt Apollo-Optik in seinen Filialen eine selbst entwickelte, integrierte Software für Auftragsverwaltung, Kunden-Management, Warenwirtschaft und Kassenbetrieb. Dieses POS-System (Point of Sales) wurde mit den Softwarewerkzeugen Natural und Adabas von der Software AG entwickelt und läuft mittlerweile unter Windows und Linux dezentral in den insgesamt 750 deutschen und österreichischen Filialen. Es setzt sich aus etwa 800 "Maps" und rund 500 Programmen mit mehr als 2500 Sourcen zusammen. Bis Ende 2008 bedienten mehr als 4000 User das POS-System über ein wenig komfortables Text-User-Interface (ASCII-GUI).

Ein POS-System "fängt den Blick des Kunden", so die Ansicht des Apollo-Optik-Managements. Deshalb wollte die Geschäftsftsführung eine attraktivere Benutzeroberfläche, die im Einklang mit der Corporate Identity und dem modernen Image des Unternehmens stehen sollte. Zudem war beabsichtigt, die bis dato "geschlossene" Anwendung durch standardisierte Schnittstellen zu öffnen - beispielsweise um auch Web-Services in Anspruch nehmen zu können.

Im Juli 2008 setzte die Geschäftsleitung der IT-Mannschaft eine recht sportliche Frist: Anfang Dezember sollte die Pilotfiliale in Schwabach "live gehen". Gesucht wurde also eine Lösung, die schnell präsentable Ergebnisse liefern, aber auch eine zukunftsweisende technische Grundlage bieten konnte.

In einem "Proof of Technology" setzte sich der Dienstleister PKS mit seiner "Smartmap"-Technik durch. Er versprach eine werkzeuggestützte Umsetzung auf der Basis von Browser-Technik und XML (Extended Markup Langugage). So hofften Ehbauer und sein Team den manuellen Aufwand, das Risiko und den Zeitbedarf für die Umstellung der Natural-Maps klein zu halten. Dazu nahm der IT-Leiter sogar ein Risiko in Kauf: " PKS hat 20 Jahre Erfahrung im Converter-Bau. So konnten wir dem Unternehmen den Vertrauensvorschuss geben, Pilotkunde für Smartmap zu werden."