200.000 Teile Rückstand

Neue Logistiksoftware verzögert BMW-Ersatzteillieferungen

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Werkstattkunden von BMW und MINI müssen derzeit teils wochenlang auf Ersatzteile warten. Grund ist eine Softwareumstellung des zentralen Logistiksystems.
Die BMW-Konzernzentrale in München aus der Vogelperspektive
Die BMW-Konzernzentrale in München aus der Vogelperspektive
Foto: BMW Group

Das erklärte BMW-Sprecher Manfred Grunert gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Eine Umstellung dieser Größenordnung habe es bei dem Autohersteller zuletzt vor etwa 20 Jahren gegeben. Die Auswirkungen des Lieferengpasses sind laut Grunert regional unterschiedlich, prinzipiell bekommen Händler und Werkstätten sie aber auf der ganzen Welt zu spüren. Zwar würden mittlerweile wieder Ersatzteile ausgeliefert, allerdings müsse man einen Rückstand von etwa 200.000 Teilen abarbeiten. Das werde voraussichtlich noch drei bis vier Wochen dauern, schätzt der BMW-Sprecher.

Im BMW-Zentrallager in Dingolfing müssen die Mitarbeiter deswegen aktuell am Samstag und auch nachts Sonderschichten einlegen. Der Besitzer einer Werkstatt in Neumarkt in der Oberpfalz sagte dem BR, er habe beispielsweise gerade einen BMW zur Reparatur, für den er seit zwei Wochen keine Ersatzteile bekomme. Für kleinere Werkstätten bedeuten die verzögerten Reparaturzeiten dem Bericht zufolge teilweise auch, dass sie ihren Kunden keine Ersatzautos mehr anbieten können.