Neue Hoffnung bei BenQ Mobile: Interessenten für die Übernahme gefunden

29.12.2006
Nach Medienberichten sollen sich zwei Interessenten für die Übernahme des insolventen Handy-Herstellers BenQ Mobile gefunden haben. Zumindest einer von ihnen will bis zum 2. Januar ein Kaufangebot vorlegen. Damit sinken allerdings die Chancen, dass noch bis vor Beginn des Insolvenzverfahrens am 1. Januar ein Investor gefunden wird, der die Verpflichtungen der bisherigen Unternehmensführung übernehmen würde.

Bei den Beschäftigten des insolventen Handy-Herstellers BenQ Mobile keimt neue Hoffnung auf. Wie aus mehreren Medienquellen zu erfahren ist, sollen sich nach Angaben des Betriebsrats noch zwei ernsthafte Interessenten für eine Übernahme des Unternehmens gefunden haben. Dabei soll es sich um deutsche Unternehmen handeln, die auch in den USA vertreten sind. Zumindest einer der beiden Interessenten wird noch bis zum 2. Januar ein Angebot vorlegen. Damit sinken allerdings die Chancen der vom Betriebsrat favorisierten Idee, mit einem neuem Investor einen nahtlosen Firmenübergang hinzubekommen. Denn bereits einen Tag zuvor wird das Insolvenzverfahren eröffnet und dann müsste ein Käufer nicht die Verpflichtungen der bisherigen Unternehmensführung übernehmen ? wie z.B. die kostspieligen Abfindungen für die Mitarbeiter.

Viele Arbeitnehmer von BenQ Mobile dürften dadurch mittlerweile ihr Vertrauen endgültig verloren haben, denn das ständige Hin und Her seit dem Verkauf der Siemens Handysparte hat nach ihrer Ansicht lediglich dazu gedient, die sozialen Verpflichtungen zu umgehen. Immerhin könnte die Übernahme jedoch zumindest einem Teil der noch verbliebenen Belegschaft eine Berufsperspektive für die nächsten Jahre bieten, nachdem bereits zwei Drittel der 3.000 Beschäftigten durch die Insolvenz der früheren Siemens-Handysparte ihre Jobs verloren. BenQ Mobile musste Ende September Insolvenzantrag stellen, nachdem ihr die taiwanische Mutter den Geldhahn zugedreht hatte.

Inhalt dieses Artikels