3,5 Milliarden Dollar Bewertung

Neue Finanzierungsrunde für Uber

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Das US-Startup Uber, das private Chauffeurfahrten vermittelt, wird in einer neuen Finanzierungsrunde bereits mit 3,5 Milliarden Dollar bewertet.

Das berichtet unter anderem das Blog "All Things D" unter Berufung auf eine Pflichtveröffentlichung von Uber Technologies im US-Bundesstaat Delaware. Noch im Juli hatte das Uber-Management Gerüchte über eine bevorstehende neue Investment-Runde von sich gewiesen.

Die Private-Equity-Firma TPG hat dem Filing zufolge Uber-Aktien für knapp 90 Millionen Dollar gekauft (Insidern zufolge auch noch weitere Anteile von Altinvestoren). Größter Käufer ist aber dem Vernehmen nach Googles Beteiligungsarm Google Ventures, der sich - obwohl nicht namentlich erwähnt - wohl mit einer guten Viertelmilliarde Dollar bei Uber eingekauft hat, wie "TechCrunch" schreibt. Dafür soll sich Google-Chef Larry Page eigens persönlich mit Uber-CEO Travis Kalanick getroffen haben.

Ein paar "Secret Ubers" sind auch schon in München am Start.
Ein paar "Secret Ubers" sind auch schon in München am Start.

Weitere Aktien hat Benchmark Capital erworben; mit Menlo Ventures war ein weiterer Altinvestor dieses Mal überraschend aber wohl nicht mit von der Partie.

2011 hatte Uber 37,5 Millionen Dollar von Menlo, Benchmark und Goldman Sachs eingesammelt. Seinerzeit wurde das Startup mit 330 Millionen Dollar bewertet. Seitdem hat Uber ordentlich expandiert und erwartet in diesem Jahr mit 125 Millionen Dollar deutlich mehr Umsatz als erwartet.

Uber vermittelt bislang mit seiner mobilen App Chaffeurfahrten in Limousinen der Oberklasse. Es gerät deswegen allerdings immer wieder in Konflikt mit lokalen Taxi-Regulierungen. Zunächst in US-Großstädten gestartet bietet Uber seinen Service mittlerweile auch in einigen europäischen und asiatischen Städten an. Künftig will die Firma offenbar auch Ride Sharing makeln, also die Mitnahme weiterer Personen auf ohnehin geplanten Autofahrten.