Neue DEC-Spitzenmodelle

07.01.1977

MARLBORO, MASS. - Die Digital Equipment Corp. erweiterte ihr Produktpalette nach oben: Angekündigt wurden als Decsystem 2050 ein neues Spitzenmodell der Serie 20 sowie als nunmehr größter DEC-Rechner eine "Top-Modell" 1090 innerhalb des Decsystems 10 (CW-Nr. 51/52 v. 17. 12. 76).

Das System 2050 (nach DEC-Angaben in der Leistungsklasse der IBM 370/138, 148) ist doppelt so leistungsfähig wie das Vorgängermodell 2040 liegt im Preis aber nur etwa um 25 Prozent darüber. Es wurde speziell für technisch/wissenschaftliche Anwendungen konzipiert.

Hardware-Daten: Der Hauptspeicher besitzt eine Kapazität von 1,25 MB (erweiterbar bis 2,5 MB). Ein 160 Nanosekunden schneller Cache-Speicher ermöglicht eine mittlere Zugriffszelt von 244 Nanosekunden.

Das Modell 2050 läuft unter dem erweiterten Betriebssystem "Tops-20". Anschließbare Plattenkapazität: 3,2 Gigabytes.

DEC 2040-Anwender können ihre Anlage "vor Ort" für 100 000 bis 200 000 Dollar (abhängig von der Hauptspeicher-Kapazität) in eine 2050 umrüsten lassen. Als Kaufpreis für ein 2050-System mit 256 K-Worten nennt DEC 550 000 Dollar.

Im Leistungsbereich einer 370/158 liegt - so DEC das neue System 10-Spitzenmodell 1090, das auch in einer Doppelprozessor-Version 1099 angeboten wird. Es wurde für den "kommerziellen" Einsatz bei industriellen Anwendern entwickelt.

Die 1090-CPU (DEC-Bezeichnung: KL 10B) enthält bis zu acht Kanäle für den Datentransfer zwischen dem Hauptspeicher und externen Einheiten. Für die Modelle 1090/1099 ist ein Hauptspeicher-Subsystem mit Kapazitäten von 256 K bis 4 M-36 Bit-Worte verfügbar.

Der Kaufpreis für ein 1090-Einstiegsmodell mit 256 K Worten beträgt rund 700 000 Dollar. Ein Doppelprozessor-System kostet etwa 2 Millionen Dollar. sf