Opteron 3200

Neue AMD-Prozessoren für Webhoster

Thomas Cloer
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AMD hat die ISP-Fachmesse World Hosting Days genutzt, um seinen "Zurich"-Opteron-3200 für Single-Socket-Server zu präsentieren.

Der neue Server-Prozessor mit Fokus auf Webhoster kommt in drei Varianten, davon zwei mit vier und eine mit acht Kernen. Der Memory-Controller auf dem Die unterstützt in den beiden Speicherkanälen des AM3+-Sockels unregistrierte DDR3-Speichermodule (ECC) mit 1,5 Volt Versorgungsspannung und 1,33 bis 1,86 Gigahertz Takt. Bei 1,33 und 1,6 GHz lässt sich der Speicher dann mit maximal vier DIMMs oder 32 GB bestücken; bei 1,86 GHz werden nur maximal zwei DIMMS unterstützt.

Die neue Server-Plattform Opteron 3200 nutzt die flankierenden Chipsets "SR56x0" und "SP5100", die bis zu 42 PCI-Express-2.0-Anbindungen für I/O unterstützen. Der Prozessor ist über einen einzigen HyperTransport-3.0-Link mit 5,2 Gigabit pro Sekunde Durchsatz mit dem restlichen System verbunden. Die Plattform erlaubt sechs SATA-2-Ports à 3 Gb/s; Chip und Chipset unterstützen "AMD-V"-Virtualisierung, IOMMU Virtual Memory sowie Remote Power Management (APML).

Der günstigste Prozessor "Opteron 3250" kostet 99 Dollar, taktet mit 2,5 GHz und schaltet via "Turbo Core" bei Bedarf mit allen Kernen hoch auf 2,8 GHz und mit nur einem aktiven Core auf 3,5 GHz. Nach Schätzung von AMD ließe sich von seinen OEMs damit für um die 573 Dollar ein Server-Node realisieren - einiges günstiger als die 643 Dollar für ein Single-Socket-System mit einem Intel "Xeon E3-1200" und durchaus relevant bei den hauchdünnen Margen von Budget-Hostern.

Beim Topmodell "Opteron 3280" takten die acht Cores mit 2,4 GHz, Turbo Core beschleunigt auf 2,7 GHz (aller Kerne) oder 3,5 GHz (ein Kern). Das bringt im SPEC-Integer-Test gut 46 Prozent mehr Performance als beim 3250. Allerdings genehmigt sich der 229 Dollar teure 3280 auch 65 Watt, der Nutzer zahlt damit auch für mehr Strom und Kühlungsaufwand.

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