Straffere Organisation

Netzriese Cisco will schlanker werden

05.05.2011
Erst vor drei Wochen hat der amerikanische IT-Konzern Cisco die Produktion seiner Flip-Kameras eingestellt, jetzt wird die Organisation weiter gestrafft.
Schon eine gefühlte Ewigkeit CEO von Cisco: John Chambers
Schon eine gefühlte Ewigkeit CEO von Cisco: John Chambers
Foto: Cisco

Der Netzausrüster vereinfache sein Geschäftsmodell und konzentriere sich künftig auf fünf vorrangige Bereiche, teilte Vorstandschef John Chambers am Donnerstag am kalifornischen Firmensitz in San Jose mit. Dabei handelt es sich um das Kerngeschäft mit Routern und Switches, Angebote für die Zusammenarbeit im Netz und für Rechenzentren, Video sowie Lösungen zur Modernisierung von Geschäftsabläufen.

"Heute strebt der Markt nach Vereinfachung", erklärte Chambers. "Es ist an der Zeit, die Verfahren zur Umsetzung unserer Strategie zu vereinfachen, und die heutige Mitteilung ist da ein wichtiger Schritt nach vorn." Bei der regionalen Gliederung gibt es künftig nur noch drei geografische Einheiten: Amerika, Europa mit Nahost und Afrika sowie Asien mit dem pazifischen Raum.

Mit dem Aus für die kleinen Flip-Kameras verlieren etwa 550 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz. Konzernchef Chambers räumte bereits bei der Mitteilung am 12. April Fehler ein und kündigte an, Cisco stärker auf das Kerngeschäft auszurichten.

Der Finanznachrichtendienst Bloomberg berichtete am Donnerstag von wachsender interner Unzufriedenheit bei Cisco. Deswegen hätten bereits mehrere leitende Mitarbeiter das Unternehmen verlassen. (dpa/tc)