Anwender wollen größtmögliche Flexibilität

Netzfertige CPU: PC-Hersteller scheuen nach wie vor das Risiko

04.09.1992

FRAMINGHAM (IDG) - Was im Bereich der Workstations bereits gang und gäbe ist, scheint nun auch bei den PCs langsam zu greifen: die Implementierung von Networking-Tools auf dem Motherboard. Von einem Trend zu sprechen ist jedoch nach Ansicht von Analysten verfrüht, zumindest solange die PC-Anbieter noch zögern, ihre CPUs mit diesen Features auszustatten.

Die Anwender wollen den netzwerkfähigen und -fertigen PC. Dies sieht das US-amerikanische Consulting-Unternehmen Cimi durch den Boom bei PC-Netzen bestätigt. Nicht ohne Grund habe etwa Zenith Data als erster namhafter PC-Hersteller die CPUs fast aller seiner PC- und Laptop-Modelle mit Treibern für die Netzwerk-Betriebssysteme Banyan Vines, Microsoft LAN Manager und Novell Netware ausgerüstet.

Ob dies jedoch von den Anwendern durch entsprechende Investitionsentscheidungen honoriert wird, bleibt abzuwarten. Dort stehen, so die Cimi-Analyse, zunächst Fragen nach größtmöglicher Flexibilität in Puncto Netztopologie im Vordergrund, und dies sei auch der Grund, warum viele PC-Hersteller noch zögerten, mit netzwerkfertigen Rechnern auf den Markt zu kommen.