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NetObjects ist nicht mehr

05.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die vor allem durch ihre HTML-Autoren-Tools ("Fusion") bekannte US-Softwareschmiede NetObjects, an der IBM eine Minderheitsbeteiligung hält (oder besser: hielt), hat am Wochenende ihren Geschäftsbetrieb eingestellt. Es war der Company nicht gelungen, weitere Mittel für die Fortführung des Geschäfts aufzutreiben. Einige Tage zuvor war NetObjects bereits an der Nasdaq delistet worden, nachdem der Aktienkurs sich nicht mehr über die 1-Dollar-Marke bewegen wollte. Das Unternehmen hofft nun, einen Käufer für seine Aktiva zu finden. Neben Fusion gehört dazu ein möglicherweise wertvolles US-Patent für Wysiwyg-Web-Authoring (What you see is what you get).

Nachdem NetObjects durch Dreamweaver, Golive, Frontpage & Co. massiv unter Druck geraten war, versuchte die Firma sich vergeblich als ASP (Application Service Provider). Nachdem sich die Marktsituation verschlechterte, platzte ein geplanter Merger mit Mycomputer.com. Im letzten Quartal erzielte NetObjects gerade noch 1,1 Millionen Dollar Umsatz nach 10,7 Millionen Dollar im Vorjahresquartal.