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Netline geht als Openexchange in die USA

17.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Netline Internet Service GmbH aus Olpe, Anbieter der Linux-basierenden Groupware "Open-Xchange Server", hat eine Schwestergesellschaft in den USA gegründet. Weil der Name Netline dort allerdings schon vergeben war, firmiert das Unternehmen in Terrytown, New York als Openexchange Inc. Geschäftsführer der deutschen und der amerikanischen Firma ist der bisherige Netline-Chef Frank Hoberg.

In Olpe verbleibt die Weiterentwicklung von Open-XChange, das es in einer kostenlosen Open-Source-Variante "OX 0.8" und in einer kommerziellen Version 5.0 gibt (Computerwoche.de berichtete). Das Produkt ist das Herzstück des Novell-Angebots "Suse Linux Openexchange Server" (SLOX). Netline ist künftig nur noch deutscher Reseller von Open-Xchange. Denn das geistige Eigentum, die Handelsmarken, Internet-Adressen und Markenrechte an dem Groupware-Server wurden auf die Openexchange Inc. übertragen.

Hintergrund dieses Konstrukts ist der geplante Ausbau des Unternehmens. Netline ist seit einiger Zeit auf der Suche nach deutschen Investoren. Interessenten hatten allerdings gefordert, dass das Unternehmen auch in den USA präsent ist und amerikanische Investoren gewinnt. Durch die Neugründung in Terrytown erhofft sich Firmenchef Hoberg "verbesserten Zugang zu Wachstumskapital". (ls)