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Netgear legt erfolgreichen Börsengang hin

01.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-Netzspezialist Netgear platzierte bei seinem Börsendebüt am gestrigen Donnerstag sieben Millionen Aktien und erlöste damit 98 Millionen Dollar. Die zum Ausgabepreis von 14 Dollar gezeichneten Papiere starteten bei Öffnung der US-Nasdaq bereits bei 18,50 Dollar und gingen schließlich mit 17,69 Dollar aus dem Handel. Der Run auf die Aktie kam nicht unerwartet: Wegen des starken Interesses hatte der Hersteller von Switches und Router die Bookbuilding-Spanne bereits im Vorfeld um zwei Dollar auf zwölf bis 14 Dollar erhöht.

Das Nortel-Spinoff wurde bei seinem IPO (Initial Public Offering) von den Investmentbanken Lehman Brothers, Merrill Lynch und UBS Warburg begleitet. Diese können in den nächsten 30 Tage weitere 1.050.000 Aktien zum IPO-Preis zu erwerben, um Überzeichungen zu vermeiden.

Netgear hatte ursprünglich bereits im September 2000 erste Pläne für einen Börsengang geschmiedet. Wegen der schlechter werdenden Marktbedingungen wurde das Vorhaben dann aber im Februar 2001 wieder aufgegeben. Das Warten hat sich gelohnt, insbesondere wegen der guten Ergebnisse im Ende Juni abgelaufenen ersten Quartal. So konnte das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen seine Einnahmen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum von 45,5 Millionen auf 67,7 Millionen Dollar steigern. Das Nettoergebnis verbesserte sich laut vorläufiger Schätzung von minus 17,3 Millionen auf plus 1,6 Millionen Dollar. (mb)