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Netgear arbeitet an Flash-OFDM-Modem

18.10.2004

In den USA gewinnt die von Flarion entwickelte Flash-OFDM-Technologie im mehr Anhänger. Nachdem erst vor einer Woche Siemens mit Flarion ein Lizenzabkommen zum Bau von entsprechenden Funkkomponenten abgeschlossen hatte, bekennt sich nun auch Netgear zu der neuen Funktechnologie und schloss mit dem Unternehmen eine strategische Partnerschaft.

Während Siemens Engagement in Sachen Flash-OFDM als Hersteller von Infrastruktur-Komponenten auf den ersten Blick einleuchtend ist, macht Netgears Bekenntnis zu der WAN-Funktechnologie erst auf den zweiten Blick Sinn: Flarion nutzt für sein Funkverfahren mit OFDM nämlich das gleiche Modulationsverfahren, das auch bei den WLAN-Standards 802.11a und g verwendet wird. Damit liegt es eigentlich auf der Hand, beide Funktechniken miteinander zu kombinieren. Genau dies haben Netgear und Flarion nun vor: Sie wollen WLAN und Flash-OFDM in einem Endgerät kombinieren. Erste Produkte sollen für Tests noch im vierten Quartal dieses Jahres erhältlich sein.

Für den Anwender hat die Kombination beider Verfahren den Vorteil, dass er dann im Hotspot per Wireless LAN Online ist. Während er unterwegs Flash-OFDM nutzt. Der Wechsel zwischen den beiden Funknetzen soll dabei unterbrechungsfrei erfolgen. Nach Angaben von Flarion sind dabei mit Flash-OFDM durchschnittlich Download-Raten von 1 Mbit/s zu erzielen, wobei sich der Benutzer mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Meilen pro Stunden fortbewegen kann.

Offen ist jedoch noch, ob sich Flash-OFDM wirklich als Funk-WAN-Standard der Zukunft durchsetzen wird, denn bislang konnte die Technologie in den USA nur in einigen Versuchsnetzen von Aloha Partners, Nextel, T-Mobile, Telstra, Vodafone und der Stadt Washington ihr Potenzial unter Beweis stellen. Zudem propagiert Intel mit Wimax einen alternativen Ansatz zum Aufbau breitbandiger, flächendeckender Funknetze. (hi)