Neonode N2: Totgesagte leben länger

12.02.2007
Der schwedische Hersteller Neonode stellt auf dem 3GSM World Congress das N2 vor, das vor allem mit kompakten Maßen, einer guten Kamera sowie umfangereichen Media-Eigenschaften überzeugen kann. Bleibt zu hoffen, dass es mehr Erfolg haben wird als der Vorgänger N1.

Vor etwas mehr als vier Jahren schrieben wir zum ersten Mal über den schwedischen Hersteller Neonode, der mit seinem damals vorgestellten N1 die Blicke auf sich zog. Letztlich musste man mehr als zwei Jahre warten, bis das N1m - als OS entschied man sich für Windows Mobile CE - in den Handel kam, für damals nicht gerade preiswerte 500 Euro. Weitere zwei Jahre später, auf dem 3 GSM World Congress, erblickt nun endlich das N2 das Licht der Mobilfunkwelt; die Erwartungen sind hoch.

Neben einem kompakten Formfaktor mit Maßen von 77x47x14,7 mm und einem Gewicht von lediglich 70 g legen die Schweden ihren Schwerpunkt auf hochwertige Kamera- und Musik-Funktionen. So erfasst die zwei Megapixel-Optik Fotos mit einer Auflösung von 1600x1200 Bildpunkten, Videos können im MPEG4-Format aufgezeichnet werden. Kleiner Nachteil des N2 ist der Tochscreen mit 176x220 Pixeln und 65.536 Farben. Für die Bedienung des Menüs wird das zwar ausreichen, allerdings dürfte die Darstellung von Fotos qualitativ leiden.

Überzeugen kann der Media-Player, der neben den Musikformaten MP3, WMA und WAV auch Filme mit MPEG- und WMV-Codec abspielt. Als besonderes Feature hebt Neonode den Web Radio Recorder (WRR) hervor, mit dem Musik direkt aus dem Internet aufgenommen und im N2 gespeichert werden kann. Dafür muss das Gerät allerdings mit einem PC verbunden sein - die entsprechende Software befindet sich zwar noch in der Entwicklung, soll aber bald in der Version 1.0 fertig gestellt werden.

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