Mobile Applikationen

Nemo bringt iPhone-Look auf Java-Handys

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Die mobile Anwendungsplattform "Nemo" von Everypoint soll die Entwicklung und Verbreitung von interaktiven und grafisch hochwertigen Applikationen ermöglichen.

Nemo nimmt damit Entwicklern einen Teil der Arbeit ab, um gut aussehende Anwendungen für Java-Handys zu schreiben. Zentrales Element von Nemo ist laut Everypoint-Gründer und CTO Allan MacKinnon die hoch performante Vektorgrafik-Engine. Mit dieser könne man Anwendungen im Hochglanzformat "zeichnen" und abbilden - ein Feature, das es in dieser Form noch nicht für einfache Handys gegeben habe. Auch die vom iPhone gewohnte Touch-Oberfläche wird unterstützt, aber natürlich nur, sofern bereits auf dem Gerät vorhanden. Zu Nemo gehören eine Runtime-Scripting-Sprache, ein Compiler sowie eine eigene Entwicklungsumgebung. Bestehende Editoren wie Netbeans oder Eclipse können jedoch weiterverwendet werden.

Stark dem iPhone-Look nachempfunden: Die Nemo-Oberfläche
Stark dem iPhone-Look nachempfunden: Die Nemo-Oberfläche

Die Distribution der Applikationen samt Runtime sowie die Aktualisierung von Daten erledigt Everypoint dabei über mobile Netze via Cloud-Server - ein PC wird nicht benötigt. Mit der von Nemo unterstützten Synchronisierung via Push-Verfahren sind auch datenbankgestützte Services denkbar, als Beispiel für eine entsprechende Applikation nennt Everypoint einen Börsenticker auf dem Handy, für den nur veränderte Daten übertragen würden.

Nemo befindet sich aktuell noch im Betastadium - die Freigabe wird für Anfang 2009 erwartet.