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Richtigstellung

Nein, IE-Nutzer sind nicht dümmer

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Wie viele andere Medien auch haben wir in der letzten Woche über eine US-Studie berichtet, der zufolge die Nutzer des Internet Explorer von Microsoft dümmer sein sollten als die anderer Browser.

Das ist falsch. Wie viele andere Medien auch sind wir mit unserer Meldung offensichtlich einem "elaborate hoax" aufgesessen, einer ausgefuchsten Fehlinformation, wie die BBC inzwischen berichtet.

Die Website der Firma ApTiquant, von der die angebliche Studie stammte, war erst vor rund einem Monat aufgesetzt, Fotos vermeintlicher Mitarbeiter waren von einer real existiertenden Firma in Paris übernommen worden.

Die Pressemitteilung von ApTiquant und die auf der Website veröffentlichten Materialien wirkten durchweg so professionell, dass sie von vielen Medien wie CNN, "Forbes", der "Daily Mail" und dem "Telegraph" aufgegriffen wurden - wer dahintersteckt, ist bislang noch unklar.

Auch wir sind auf die Falschinformationen hereingefallen. Das ist ärgerlich - und wir werden uns nach Kräften bemühen, dass uns so etwas nicht wieder passiert.