Web

Bildungslücken

Nein, HTML ist keine Geschlechtskrankheit

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
PCMCIA wird ja seit den 1990er Jahren gern mal scherzhaft mit "People Can’t Memorize Computer Industry Acronyms" (Menschen können sich die Abkürzungen der Computerbranche nicht merken) abgekürzt.

Und der Satz gilt heute offenbar noch genauso wie damals. Elf Prozent von knapp 2400 US-Amerikanern über 18 sind offenbar der Ansicht, bei HTML handele es sich um eine sexuell übertragene Krankheit. Das berichtet der Branchendienst "The Register" unter Berufung auf wiederum einen Bericht der "Los Angeles Times" über ein Umfrage, die der Online-Coupon-Dienst Vouchercloud erhoben hatte.

Weitere Ergebnisse:

  • Ein Gigabyte hielten 27 Prozent der Teilnehmer für ein Insekt, das gewöhnlich in Südamerika anzutreffen ist;

  • 42 Prozent gaben an, ein Motherboard sei das Deck eines Kreuzfahrtschiffs;

  • das komprimierte Audioformat MP3 ist für 23 Prozent der Befragten ein Roboter aus "Krieg der Sterne", und

  • USB wähnen immerhin zwölf Prozent der Teilnehmer als ein Land in Europa.

Außerdem wurde Blu-ray von 18 Prozent für ein Wasserlebewesen gehalten und Software von 15 Prozent als "bequeme Kleidung" definiert. Die Fragen und hohen Prozentzahlen deuten auf Multiple-Choice-Antworten hin, zur "Methodologie" von Vouchercloud konnte der "Register" zunächst nichts Genaueres in Erfahrung bringen.