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NECs Gewinn bricht ein

12.05.2006
Verluste im Handy- und Chipgeschäft haben NEC einen 84-prozentigen Rückgang des Jahresgewinns beschert.

NEC gilt als eher schwächerer Player unter den japanischen Elektronik-Konglomeraten - im Vergleich etwa zu Toshiba, dass derzeit vom Flash-Boom profitiert, oder dem Service-Riesen Fujitsu. NEC will allerdings seine Krisensparten wieder auf Kurs bringen und peilt für das laufende Geschäftsjahr einen Turnaround an. Es will seinen Nettogewinn auf 50 Milliarden Yen (umgerechnet 450 Millionen Dollar) verdoppeln, was allerdings noch deutlich unter der Analystenerwartung von 68,7 Milliarden Yen liegt. Die Umsätze sollen im Fiskaljahr 2006/2007 um zwei Prozent auf 4,9 Billionen Yen wachsen.

Einige Anleger bleiben NEC gegenüber aber weiterhin vorsichtig. Im März hatte das Unternehmen die Märkte mit der Nachricht aufgeschreckt, es müsse vergangene Bilanzen revidieren, weil in Mitarbeiter in einer Tochterfirma Scheingeschäfte gemacht und damit den Umsatz aufgebläht hatte.

Für das Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr wies NEC jedenfalls einen Reingewinn von 12,14 Milliarden Yen aus nach einem (revidierten) Profit von 77,22 Milliarden Yen im Vorjahr. Die Einnahmen konnte das Unternehmen im Jahresvergleich immerhin um 0,5 Prozent auf 4,824 Billionen Yen (umgerechnet 43,8 Milliarden Dollar) steigern. (tc)