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NEC will RFID-Tags genauer scannen

04.10.2006
Der japanische Konzern hat ein Lesesystem entwickelt, das mehrere RFID-Chips (Radio Frequency Identification) gleichzeitig lesen kann und dabei weniger Fehler machen soll als bestehende Lösungen.

RFID-Systeme werden unter anderem im Transportwesen verwendet, um am Wareneingang Lieferungen zu erfassen. Dies kann für mehr Effizienz sorgen, jedoch stehen dem Vorhaben die Kosten für die RFID-Etiketten (Tags) sowie die hohen Fehlerraten beim Erfassen entgegen.

Laut NEC produzieren heutige Systeme zwischen zehn und 20 Prozent Lesefehler, wenn mehrere Pakete mit RFID-Tags parallel erfasst werden müssen.

Die Japaner haben nun ein im UHF-Frequenzband arbeitendes RFID-Komplettsystem entwickelt, bei der die Funkübertragung nicht direkt zwischen Leseeinrichtung und Tag erfolgt, sondern indirekt über Reflektoren, die rechts und links an einem Tor (im Fachjargon "UHF Gate") angebracht sind. Während die Waren durch dieses Torsystem transportiert werden, erfolgt die Erfassung. Leser und Tag dürfen bis zu sechs Meter voneinander entfernt sein.

Darüber hinaus vermag die RFID-Lösung auch Tags auszulesen, die auf Behältern angebracht sind, die Flüssigkeiten oder Metalle enthalten. Auch damit haben derzeitige Lesesysteme Schwierigkeiten.

Das neue NEC-Produkt besteht aus einem Tor, einem RFID-Schreib-Lesegerät sowie einer Kontrolleinheit. (fn)