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NEC verkauft Packard Bell an Lap Shun Hui

11.09.2006
Der japanische Elektronikkonzern NEC verkauft den vor allem in Europa aktiven PC-Bauer Packard Bell an eMachines-Gründer Lap Shun Hui.

NEC will sich künftig ausschließlich auf das Geschäft mit Business-PCs konzentrieren. Packard Bell entstand in den 1930er Jahren als Radio-Hersteller in den USA. Seither hat die Marke eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Seit 1999 bedient die inzwischen in den Niederlanden ansässige Firma vor allem den europäischen Endkundenmarkt mit PCs und Peripheriegeräten, darunter auch MP3-Spielern. Mit zehn bis zwölf Prozent Marktanteil ist sie im Consumer-Markt auf dem alten Kontinent der drittgrößte Anbieter.

Der Gründer der US-amerikanischen Billig-PC-Firma eMachines, Lap Shun Hui, ist nach deren Verkauf an Gateway derzeit auf der Suche nach einer neuen Firma. Bei Gateway war er zuletzt mit einer Offerte für dessen Retail-Sparte nicht zum Zuge gekommen. Details des Packard-Bell-Geschäfts mit NEC wurden nicht öffentlich gemacht; der Deal soll aber wohl noch in diesem Monat abgeschlossen werden. Packard Bell setzte in seinem letzten Geschäftsjahr rund 1,9 Milliarden Dollar um und war laut CEO Aymar de Lencquesaing „leicht profitabel“. (tc)