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NEC rechnet mit Verlust statt Gewinn

28.09.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der japanische Halbleiter- und Elektronikhersteller NEC hat seine Prognose für das laufende Fiskaljahr, das im März 2002 endet, drastisch nach unten korrigiert. Statt einem Nettogewinn von umgerechnet 550 Millionen Dollar geht das Unternehmen nun von einem Nettoverlust von 1,26 Milliarden Dollar aus. Das Vorsteuerdefizit soll nun bei 1,85 Milliarden Dollar liegen. Zuvor war NEC noch von einem Plus von 920 Millionen Dollar ausgegangen. Der Umsatz des japanischen Konzerns soll nun bei 44,8 statt bei 49,1 Milliarden Dollar liegen.

Am heutigen Freitagnachmittag will NEC-President Koji Nishigaki auf einer Pressekonferenz die Gründe für die korrigierten Zahlen bekannt geben. Experten erwarten weitere Restrukturierungsmaßnahmen des Konzerns. Bereits Ende Juli hatte NEC den Abbau von 4000 Stellen in Schottland und Japan sowie unter anderem seinen Ausstieg aus der DRAM-Chipproduktion (Dynamic Random Access Memory) angekündigt (Computerwoche online berichtete). Vor wenigen Tagen gab NEC zudem bekannt, sein elektronisches Komponentengeschäft mit dem eines Partners zusammenlegen zu wollen.