Navigationsgerät

Navman S70

24.10.2007
Von Ines Walke-Chomjakov
Mit dem Navigationsgerät S70 gelang Navman ein handliches Breitbild-Navigationsgerät mit durchdachter Bedienungführung. Im Test fanden sich jedoch auch kleine Kritikpunkte.

Testbericht

Navigation: Trotzdem das Navman S70 aus der derzeit aktuellen S-Serie des Herstellers stammt, hatte das Kartenmaterial kleine Aktualitätslücken. Sie lassen sich dem Kartenhersteller Tele Atlas über die Navman-Webseite mitteilen, was uns aber mit dem Gerät im Einsatz nicht tröstete. Außerdem vermissten wir eine Auswahl, wie wir uns fortbewegen wollten - also per Auto, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Dafür bieten die "Routenoptionen" aber verschiedene Straßenarten und die Möglichkeit, sich vor Tempoüberschreitungen warnen zu lassen. Bis zum ersten GPS-Signalempfang dauerte es 40 Sekunden - das ist flott. Das gilt genauso für die Routenberechnung mit im Schnitt 6 Sekunden. Wichen wir unterwegs von der vorgeschriebenen Route ab, mochte das das Navi weniger und bestand hartnäckig mit der Aufforderung „Bitte wenden“ auf den alten Weg. Auch an der Stimme oder vielmehr dem eingebauten Lautsprecher sollte Navman noch arbeiten: Die Anweisungen unserer Lotsen kamen schrill und wirkten deshalb teils unfreundlich.

Ausstattung: Das Gerät bietet eine Bluetooth-Schnittstelle und lässt sich so als Freisprechanlage im Auto einsetzen. Außerdem hat es einen SD-Kartenslot und Anschlüsse für Kopfhörer sowie eine externe Antenne. Grundsätzlich beherrscht das S70 TMC. Allerdings benötigt es dazu ein extra „Verkehrsmodul“. Darunter versteht der Hersteller einen Saughalter mit integrierter TMC-Antenne. Er kostet rund 70 Euro extra - satt. Plus: Aufgespielt findet sich das Kartenmaterial für 21 Länder Westeuropas. Zudem kann das Gerät dank Navpix nach aufgenommenen Fotos navigieren und bietet ein integriertes Fahrtenbuch. Es hat jedoch selbst keine Kamera eingebaut.

Handhabung: Das Navi ist ausgesprochen übersichtlich bedienbar. Sehr gut fanden wir, dass das Hauptmenü stets einfach zu finden war. Dafür reagierte der Touchscreen etwas träge oder erst auf starken Fingerdruck. Die Icons und ihre Anordnung am Schirm gefielen uns jedoch gut. Wer mehr Infos benötigt, erhält diese per Drop-Down-Menü. Der Breitbildschirm liefert bei optimalen Bedingungen ein gutes Bild. Allerdings verlor er sichtlich an Kontrast, je heller das Umgebungslicht war.

Fazit: Die Stärke des Navigationsgeräts liegt in der einfachen Bedienung. Zudem machen es Extras wie die sprechende Tastatur und das Navigieren nach digitalen Fotos attraktiv. Die kleinen Macken im Routing trübten das Bild allerdings etwas.