Karriere-Ratgeber

Navision- oder SAP-Know-how?

Hans Königes ist Ressortleiter Jobs & Karriere und damit zuständig für alle Themen rund um Arbeitsmarkt, Jobs, Berufe, Gehälter, Personalmanagement, Recruiting, Social Media im Berufsleben. Zusätzlich betreut das Karriereressort inhaltlich das Karrierezentrum auf der Cebit.
Nach wie vor ist die Verunsicherung groß, mit welchen Kenntnissen man am ehesten unterkommt. Personalberater Jürgen Rohrmeier versucht eine Antwort.

Ein Leser möchte wissen, wie die Zukunftschancen mit Navision-Know-how aussehen. Bis September vorigen Jahres arbeitete er in einer Softwarefirma als Produkt-Manager. Aufgrund der allgemeinen Krise ging es der Firma sehr schlecht und er wurde wie viele seiner Kollegen betriebsbedingt entlassen. Danach, so schreibt der Leser " war ich auf der Suche, meist in Richtung SAP, weil ich mir dachte, dass dort sehr gutes Geld verdient werden kann und die Zukunftsaussichten nicht so schlecht aussehen. Ich bekam dann ein Angebot, als Navision- Berater anzufangen und habe dieses auch angenommen, weil ich im SAP-Umfeld nicht fündig wurde. Nun frage ich mich, ob es nicht besser gewesen wäre, auf eine Chance im SAP-Geschäft zu warten. Da ich mir denke, dass dort die Aufstiegschancen, Gehalt und auch die Aussicht auf eine internationale Tätigkeit eben besser sind wie mit Navision-Kenntnissen."

SAP-Gehälter sind in der Realität angekommen

Jürgen Rohrmeier, München: "Grundsätzlich hat auch Navision seinen Platz in der IT-Welt gefunden."
Jürgen Rohrmeier, München: "Grundsätzlich hat auch Navision seinen Platz in der IT-Welt gefunden."

Personalberater Jürgen Rohrmeier aus München fällt die Antwort nicht leicht: "Grundsätzlich hat auch Navision seinen Platz in der IT-Welt gefunden und es gibt sicher Chancen und Optionen. Klar ist, dass die schiere Präsenz von SAP entsprechende Perspektiven bietet und SAP-Know-how immer noch eine gut vermarktbare Qualifikation darstellt. Allerdings ist der SAP-Arbeitsmarkt auch nicht mehr das, was er mal war. Auch hier findet eine gewisse Konsolidierung der Job-Optionen statt, als auch der Marktbewertung (sprich: Die Gehälter sind inzwischen auch in der Realität angekommen). Mit dem mir zur Verfügung stehenden Kenntnisstand kann ich nicht vernünftig beurteilen, was für Sie besser (gewesen) wäre. Tatsache aber ist, dass gute Fachkräfte gesucht werden, dass die Nachfrage steigen wird und dass ein gewisses Mindestmaß an Flexibilität (auch in fachlich-technischer Hinsicht) und Lernfähigkeit sowie entsprechende Soft Skills ganz oben stehen werden. Wenn Sie darauf achten, sollten Ihnen die (Karriere-)Türen offen stehen.