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Natsemi erreicht operativen Breakeven

08.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chiphersteller National Semiconductor (Natsemi) hat in seinem vierten Fiskalquartal einen operativen Breakeven erreicht und damit die gesenkten Erwartungen der Analysten übertroffen. Diese hatten mit einem Verlust von drei Cent je Aktie gerechnet. Das Nettoergebnis der US-Company fiel mit minus 44,4 Millionen Dollar oder 26 Cent pro Anteilschein jedoch negativ aus. Berücksichtigt sind hier Restrukturierungsausgaben (Entlassung von zehn Prozent der Mitarbeiter) sowie Goodwill-Abschreibungen. Im vierten Quartal 2000 erwirtschaftete Natsemi noch ein Plus von 153,9 Millionen Dollar oder 78 Cent je Aktie. Der Umsatz sank im abgelaufenen Berichtszeitraum um 33 Prozent auf 401,2 Millionen Dollar.

"Es war ein bitteres Quartal für die Industrie", kommentierte Brian Halla, Chairman, President und Chief Executive Officer (CEO) von Natsemi, die Zahlen. In die Bredouille geriet der Chiphersteller nach eigenen Angaben unter anderem durch die geringe Auftragsmenge und hohe Lagerkosten. Bereits im Mai hatte Natsemi davor gewarnt, dass das operative Ergebnis unterhalb der Analystenschätzungen von plus vier Cent je Aktie liegen würde.

Im gesamten Geschäftsjahr, das am 27. Mai endete, verbuchte das kalifornische Unternehmen Einnahmen von 2,1 Milliarden Dollar und lag damit auf dem Niveau des Vorjahres. Der Nettogewinn ging von 621 Millionen Dollar im Vorjahr auf 246 Millionen Dollar zurück.

Die Anleger reagierten erfreut auf die Zahlen für das vierte Fiskalquartal: Der Natsemi-Kurs stieg am gestrigen Donnerstag um elf Prozent und notierte an der New York Stock Exchange bei 31,04 Dollar.