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Napster engagiert Chef-Ankläger im Microsoft-Kartellverfahren

19.06.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Ex-Chefankläger im Microsoft-Kartellverfahren, David Boies, wird künftig die Interessen der kalifornischen Softwareschmiede Napster vertreten. Der Musik-Share-Service wird derzeit von der Recording Industry Association of America (RIAA) wegen Copyright-Verletzung verklagt. In einer Stellungnahme zu diesem Verfahren erklärte Boies, es sei fraglich, ob ein Internet-Verzeichnisdienst wie Napster dafür haftbar gemacht werden kann, dass es Anwendern erlaubt, Dateien oder Musik untereinander zu tauschen.

Napster kündigte zudem an, künftig unbekannten Musikkünstlern und unabhängigen Plattenfirmen eine bieten Plattform zu wollen. Diese sollen ihre unveröffentlichte Musik über dessen Service zur Verfügung stellen können. Ein entsprechendes Marketing-Abkommen hat die US-Company bereits mit dem Rap-Label 75 Ark Entertainment geschlossen.