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Napster-Comeback erst im Frühjahr 2002

31.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Internet-Musiktauschbörse Napster wird voraussichtlich erst Anfang des kommenden Jahres wieder ans Netz gehen - dann aber als kostenpflichtiger Abo-Dienst. Dies kündigte Napster-Chef Konrad Hilbers auf der Online-Musik-Tagung Webnoize 2001 an. Ursprünglich sollte die bereits seit Juli stillgelegte Musikbörse noch in diesem Jahr wieder ihre Arbeit aufnehmen. Schwierigkeiten bei den Lizenzverhandlungen mit den großen Plattenlabels hätten zu der Verzögerung geführt, erklärte Hilbers.

Nach Klagen der Musikkonzerne wurde Napster im Frühjahr dieses Jahres der Tausch urheberrechtlich geschützter Songs per einstweiliger Verfügung verboten. Im Sommer wurde der Service schließlich ganz abgeschaltet. Ende Oktober 2000 hatte sich der Medienkonzern Bertelsmann bei der Tauschbörse mit dem Ziel eingekauft und den Kaliforniern einen Kredit von 60 Millionen Dollar gewährt. Ziel war es, die Internet-Plattform mit über 80 Millionen Nutzern in einen kostenpflichtigen Abo-Service umzuwandeln. Erst vor wenigen Tagen soll Napster von Bertelsmann eine weitere Finanzspritze in Höhe von 26 Millionen Dollar erhalten haben (Computerwoche online berichtete).