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NAI rutscht in die Verlustzone

10.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Network Associates hat heute aufgrund sinkender Einnahmen einen Verlust für das erste Quartal gemeldet und seine Prognosen für das zweite Quartal und Gesamtgeschäftsjahr reduziert. Der Fehlbetrag für die ersten drei Monate beläuft sich auf 3,7 Millionen Dollar oder zwei Cent pro Aktie im Vergleich zu einem Profit von 15,8 Millionen Dollar oder zehn Cent je Anteilschein im Vorjahreszeitraum. Abzüglich Sonderbelastungen ergibt sich ein Proforma-Profit von elf Cent pro Aktie, dieser entspricht den Erwartungen der von Thomson First Call befragten Analysten.

Der Quartalsumsatz ging von 220,7 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf 215,2 Millionen Dollar zurück; die Wall Street hatte hier 228,2 Millionen Dollar erwartet. Das Quartal sei "unerwartet schwierig" verlaufen erklärte NAI. Die jüngsten Übernahmen von Entercept und Intruvert positionierten die Firma aber für künftiges Wachstum.

Für das zweite Quartal erwartet der Hersteller von Sicherheits-Software 215 bis 220 Millionen Dollar Umsatz und neun bis elf Cent Proforma-Gewinn pro Aktie. Für das Gesamtjahr prognostiziert das Unternehmen auf Basis von 930 bis 950 Millionen Dollar Umsatz einen Proforma-Gewinn von 60 bis 65 Cent je Anteilschein. Die Analysten erwarteten laut Thomson First Call für das zweite Quartal 248 Millionen Dollar Umsatz und 17 Cent pro Aktie Proforma-Gewinn sowie für 2003 Einnahmen von 1,01 Milliarden Dollar und einen Proforma-Profit von 74 Cent je Anteilschein.

Ende vergangenen Monats hatte Network Associates eine erneute Revision seiner Bilanzen für die Geschäftsjahre 1998 bis 2000 angekündigt und mitgeteilt, dass auch das US-Justizministerium eine diesbezügliche Ermittlung eingeleitet habe. In der Folge wird die Firma ihre Pflichtveröffentlichungen ("10-K", "10-Q") bei der US-Börsenaufsicht nicht MItte April, sondern erst Ende des zweiten Quartals vorlegen. (tc)