"Threshold"

Nächste Windows-Version vielleicht wieder mit Desktop und Startmenü

Malte Jeschke war bis März 2016 Leitender Redakteur bei TecChannel. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich intensiv mit professionellen Drucklösungen und deren Einbindung in Netzwerke. Daneben gehört seit Anbeginn sein Interesse mobilen Rechnern und Windows-Betriebssystemen. Dank kaufmännischer Herkunft sind ihm Unternehmensanwendungen nicht fremd. Vor dem Start seiner journalistischen Laufbahn realisierte er unter anderem für Großunternehmen IT-Projekte.
Microsoft arbeitet an den nächsten Windows-Versionen unter dem Codenamen "Treshold". Darunter könnte sich auch eine Variante befinden, die den traditionellen Desktop wieder in den Vordergrund rückt, so aktuelle Gerüchte.

Für die drei OS-Plattformen Xbox One, Windows und Windows sind für das Frühjahr 2015 größere Updates zu erwarten. An diesen geplanten neuen Versionen arbeitet Microsoft offensichtlich unter dem gemeinsamen Codenamen "Treshold", wie kürzlich bekannt wurde.

Nun will die in Microsoft-Belangen stets gut informierte ZDNET-Autorin Mary Jo Foley erfahren haben, dass es drei Varianten (sogenannte SKUs) von Windows für PCs geben wird. Eine Version für Endkunden wird auf Apps und die neue Modern UI, sprich die Kacheloberfläche fokussieren. Die Variante soll sowohl auf ARM- als auf Intel-Plattformen funktionieren und ihre Updates via Windows Store beziehen. Damit würde sich dieses Windows sowohl für den Einsatz auf Smartphones als auch für Tablets eignen. Mehr oder minder würde damit wohl Windows RT in dieser Variante aufgehen.

Daneben soll es eine eher traditionelle Windows-Variante für PCs und herkömmliche Bedienung per Tastatur und Maus geben, die dann auch eine eher Desktop-orientierte Oberfläche mitbringt. Auch hier sollen die Updates per Windows Store erfolgen. Zielgruppe sind ebenfalls Endkunden.

Eine dritte Variante von Windows zielt auf Unternehmenskunden und wird unter Umständen nur als Volumenlizenz erhältlich sein. Dieses Windows eignet sich für den Einsatz auf PCs, Notebooks und Tablets und bringt entsprechende Verwaltungsfunktionen mit. Die Updatefrequenz wird hier geringer sein als bei den Endkundenvarianten und die Updates werden wohl nicht über den Windows Store erfolgen. Schon länger kursieren Gerüchte, das sich die Updatefrequenz von Endkunden- und Profi-Windows auseinander entwickeln wird.

Windows-Experte Paul Thurott will zudem in Erfahrung gebracht haben, dass Metro-Apps in Zukunft in einem Fenster auf dem Desktop ausgeführt werden können. Zudem soll das traditionelle Startmenü im künftigen Windows wieder als Option zur Verfügung stehen. (mje)