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Nachrichtenagentur entdeckt das Web als Geldquelle

19.04.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) will künftig für die Online-Veröffentlichung von Nachrichten zusätzlich Gebühren verlangen. Seit 1995 hatten Kunden aus der Print- und Broadcast-Szene die Web-News kostenlos verwenden dürfen. AP berechnete lediglich Gebühren, die sich an der Auflage beziehungsweise Reichweite der Publikationen in der Offline-Welt orientierten. Dies Modell sei heute nicht mehr zeitgemäß, argumentiert die Agentur. Das Web sei als Medium inzwischen etabliert.

Probleme bereiten den Nachrichtendiensten vor allem Content-Sammler wie Google News, die auf fremde Inhalte verlinken. Aus diesem Grund klagt etwa die französische Agentur AFP gegen die Suchmaschine (Computerwoche.de berichtete). Detaillierte Gebührenmodelle für das Web will AP im Herbst vorstellen. Die neue Preisstruktur tritt dann Anfang 2006 in Kraft. (ajf)