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Nachrichten nach Wahl im Auto

31.03.2006
Audi und Universitäten entwickeln ein personalisiertes Informationssystem.
Nur im Stand zeigt Macs die Nachrichten auch auf dem Display des Navigationssystems an.
Nur im Stand zeigt Macs die Nachrichten auch auf dem Display des Navigationssystems an.

Mobile Automotive Cooperative Services (Macs) nennt sich ein Projekt, in dem Audi, die Technischen Universitäten München und Darmstadt sowie das Institut für Automobilwirtschaft in Nürtingen/Geislingen zusammenarbeiten. Die Projektgruppe hat soeben das System mit einem Audi A6 Avant als Prototypenfahrzeug vorgestellt. Macs erweitert ein bestehendes Infotainmentsystem um aktuelle Nachrichten und verwendet dabei als Übertragungstechnik Digital Audio Broadcasting (DAB).

Mit dem neuen System kann sich ein Fahrer unterwegs Nachrichten vorlesen lassen. Anders als bei Radiosendern entscheidet bei Macs der Fahrer, wann er welche Nachricht in welcher Tiefe hören möchte. Dazu legt er vor Fahrtbeginn ein Profil an, in dem er festhält, dass ihn beispielsweise nur die Nachrichtenkategorien Wirtschaft und Politik sowie aus dem Bereich Sport lediglich die Unterkategorie Fußball interessiert. Die Nachrichtenausgabe beginnt dann, wenn es der Fahrer möchte. Gleichzeitig kann er festlegen, dass die Nachrichten für andere Durchsagen wie des Verkehrsfunks oder des Navigationssystems unterbrochen werden.

Die Bedienung von Macs erfolgt wahlweise über das zentrale MMI (Multimedia-Interface), das Multifunktionslenkrad oder die integrierte Sprachbedienung. Im Stand kann man die Nachrichten auch auf dem Infotainmentsystem lesen, während der Fahrt ist diese Funktion deaktiviert. Der Fahrer steuert dann das System per Sprache, beispielsweise kann er mit den Worten "Detail" und "Weiter" die Ausgabe einer längeren Nachricht zum Thema anfordern beziehungsweise zur nächsten Nachricht springen.

Gefüttert wird Macs von Content-Providern, die ihre Nachrichten an einen Infrastruktur-Provider weiterleiten. Dieser sammelt die News, formatiert und versendet sie dann per terrestrischem Rundfunk als digitalen Text, welcher im Fahrzeug in Sprache umgewandelt wird. Somit erhält der Benutzer zu jedem beliebigen Zeitpunkt jeweils aktuelle Nachrichten zu ihn interessierenden Themen, wobei er in den Nachrichtenverlauf steuernd eingreifen kann.

Das Angebot kann über das klassische Nachrichtenspektrum weit hinausgehen. Beispielsweise ließen sich auch Informationen über Hotels und Sehenswürdigkeiten der Region abrufen, durch die man gerade fährt. Oder es könnten Nachrichten zu zeitlich begrenzten Ereignissen wie der Fußball-WM oder der CeBIT angeboten werden. Noch nicht geklärt ist die Frage, welchen Preis dieser Service einmal haben könnte. Audi hat auch noch nicht über die Einführung von Macs entschieden. (ls)