Rückenwind

Nachfrage im Halbleitermarkt zieht an

06.04.2010
Von pte pte
Anzeige  Die Halbleiterindustrie hat im ersten Quartal deutlich an Fahrt gewonnen. Gleich mehrere Hersteller von Speicherchips haben die Preise angehoben.

Getrieben von einer stärkeren Nachfrage nach Elektronikgeräten wie PCs und Smartphones sowie begrenzten Kapazitäten bei kleineren Mitwerbern, konnten die Preise für Halbleiter angehoben werden, wie etwa der Elektronikkonzern Samsung mitteilte. Das Unternehmen rechnet dank des Chip-Geschäfts nun mit dem besten Quartalsergebnis in seiner Geschichte und macht auch anderen Branchen Hoffnung.

"Der Halbleitermarkt dient als Indikator für die Entwicklung in anderen Segmenten", erklärt ein Analyst im pressetext-Gespräch. Die Zeichen für einen weiter anhaltenden Aufschwung stünden damit gut. Samsung hat eine überraschende Prognose für das operative Ergebnis in den vergangenen drei Monaten von 3,8 Milliarden Dollar abgegeben. Experten zufolge war das Chip-Geschäft der wesentliche Treiber. Zuletzt hatte außerdem der US-amerikanische Halbleiterkonzern National Semiconductor eine Gewinnverdoppelung, steigende Umsätze und eine anziehende Nachfrage verzeichnet.

Laut dem Branchenverband Semiconductor Industry Association (SIA) sind die weltweiten Halbleiter-Umsätze im Februar kräftig gestiegen. Mit 22 Milliarden Dollar hätten sie um 56 Prozent über dem entsprechenden Vorjahreswert gelegen, teilte die SIA mit. Im Vergleich zum Januar sanken die Umsätze allerdings um 1,3 Prozent.

Von den steigenden Chip-Preisen und positiven Branchenmeldungen profitieren auch Mitwerber wie Hynix oder Infineon. Der Dax-Konzern hatte die Prognosen zuletzt selbst erhöht. Die Infineon-Aktie notiert zu Redaktionsschluss dieser Meldung (11:00 Uhr) mit einem Plus von 2,62 Prozent bei 5,30 Euro. Damit setzt das Papier den Aufschwung der vergangenen Monate fort. Allein im ersten Quartal legte der Titel um über 32 Prozent zu. Analysten zufolge dürfte die Rally weiter anhalten. Die Branche hat in der Krise mit massiven Sparkursen reagiert. Im Aufschwung wird nun Überproduktion vermieden, um einem neuerlichen Preiskampf auszuweichen. (pte)