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Nach schwachem Quartal: Fujitsu senkt Jahresprognose

31.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der viertgrößte japanische Elektronikkonzern Fujitsu hat nach einem deutlichen Einbruch des Betriebsgewinns im dritten Geschäftsquartal 2004/5 (Ende: 31. Dezember) seine Prognosen für das Gesamtjahr deutlich zurückgefahren. Wegen des Ertragrückgangs im Bereich Elektronik senkte Fujitsu seine Umsatzerwartung um 100 Milliarden Yen auf 4,8 Billionen Yen. Damit würden die Einnahmen im Jahresvergleich in etwa stagnieren. Die Schätzung für den Betriebsgewinn wurde um 30 Milliarden auf 170 Milliarden Yen (rund 1,26 Milliarden Euro) gesenkt. Gegenüber dem Vorjahresergebnis würde sich Fujitsu damit allerdings immer noch um 13 Prozent verbessern.

Wie das Unternehmen bekannt gab, schrumpfte der operative Profit im Ende Dezember abgelaufenen Dreimonatszeitraum gegenüber dem Vorjahresquartal um 53 Prozent auf 4,8 Milliarden Yen (34,1 Millionen Euro). Unter dem Strich verbuchte Fujitsu sogar einen Nettoverlust von 9,5 Milliarden Yen (67,6 Millionen Euro), nachdem im Vorjahr dank Investitionserlösen noch ein Gewinn in Höhe von 7,7 Milliarden Yen (57,3 Millionen Euro) erzielt worden war. Die Japaner begründeten die schlechten Zahlen in erster Linie mit der schwachen Nachfrage sowie den gesunkenen Preisen in den Bereichen Halbleiter und Flachbildschirme. Das Auslandsgeschäft mit IT-Outsourcing-Diensten sei dagegen überraschend gut gelaufen, teilte Fujitsu mit. Außerdem habe man mit dem Verkauf von Unix-Servern, Notebooks, Festplatten und Glasfasertechnik mehr Geld als erwartet erwirtschaftet. Insgesamt sank der Umsatz im Jahresvergleich allerdings um 2,3 Prozent auf eine Billion Yen (rund 7,1 Milliarden Euro). (mb)