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Nach Scheitern: Keine neuen Fusionspläne bei Kabel BW

23.09.2004
Nach dem Aus des geplanten TV-Kabelnetz-Monopols in Deutschland strebt der baden-württembergische Netzbetreiber Kabel BW derzeit keine neue Fusion an.

Nach dem Aus des geplanten TV-Kabelnetz-Monopols in Deutschland strebt der baden-württembergische Netzbetreiber Kabel BW derzeit keine neue Fusion an. 

Zuvor müssten die Auswirkungen im Markt untersucht werden, die die ablehnende Haltung des Bundeskartellamts zu dem Zusammenschluss zur Folge haben, teilte das Heidelberger Unternehmen am Donnerstag mit. 

Deutschlands größter Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland (KDG/München) hatte angestrebt, die drei regionalen Kabelnetzgesellschaften Ish (Nordrhein-Westfalen), Iesy (Hessen) und Kabel Baden-Württemberg (KBW) für insgesamt 2,7 Milliarden Euro zu übernehmen. Damit wäre KDG zum alleinigen Anbieter von Kabelfernsehen in Deutschland mit derzeit mehr als 17 Millionen angeschlossenen Haushalten geworden. Nachdem das Kartellamt wiederholt negativ auf die Pläne reagiert hatte, zog das Unternehmen seinen Antrag zurück. 

Auch nach Auflösung der Verträge werde Kabel BW seinen Geschäftsplan umsetzen und die Strategie der Netzmodernisierung in Baden-Württemberg weiter verfolgen, betonte das Heidelberger Unternehmen. "Diese Strategie ist nachhaltig finanziell gesichert." Von den 3,2 Millionen Kabelhaushalten im Südwesten zählen laut Kabel BW 2,3 Millionen zu den Kunden des Unternehmens. (dpa/uba)