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Nach Gewinneinbruch: Intel kürzt Führungsspitze die Boni

12.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem der Chipriese Intel im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinneinbruch um 88 Prozent auf 1,29 Milliarden Dollar verbucht hatte, sollen auch die Top-Manager nicht ungeschoren davonkommen: Wie das Unternehmen bekannt gab, wurde der Bonus von CEO Craig Barrett gegenüber dem Vorjahr um 61 Prozent von 2,78 Millionen auf 1,08 Millionen Dollar gekürzt - bei gleichbleibendem Gehalt in Höhe von 575 000 Dollar. Den Verlust dürfte Barrett jedoch leicht verkraften, nachdem der Konzernchef im vergangenen Jahr 544 000 Intel-Aktien im Wert von rund 17,26 Millionen Dollar verkauft hatte. Gleichzeitig löste Barrett eine Option für 484 696 neue Anteilscheine ein.

Paul Otellini, President und COO (Chief Operating Officer), wurden 57 Prozent seiner Vorjahresprämie gestrichen. Zusätzlich zu seinem Jahresgehalt von 300 000 Dollar erhielt er einen Bonus von 561 000 Dollar. Auch Finanzchef Andy Bryant wurde wegen des für Intel-Verhältnisse schlechten Ergebnisses in die Pflicht genommen. Der Bonus des Finanzchefs wurde um 64 Prozent auf 468 000 Dollar gesenkt. Zusätzlich zu seinem regulären Gehalt in Höhe von 260 000 Dollar erlöste Bryant rund 3,25 Millionen Dollar aus dem Verkauf von 144 000 Aktien. Auch Bryant deckte sich mit 253 704 neuen Anteilen ein. (mb)