Maschinelle Bandpflege

Nach fünf Läufen eine Reinigung

09.07.1976

MÜNCHEN - Vom Reiniger für 10 350 Mark über den Tester für 65 000 Mark bis zum "Certifier" für cirka 100 000 Mark reicht das Angebot an Magnetbandpflegesystemen gängiger Hersteller. Die Reinigungs-Geräte entfernen in der Regel alle Partikel, die kleinere Schreib- und Lesefehler verursachen. Die Tester geben zusätzlich durch Aufzeichnungen über Schreib-/ Lesefehler und physische Beschädigungen genauen Aufschluß über den Zustand des Bandes. Beim "Certifier" ist es sogar noch möglich, jeden einzelnen Bandkanal durchzutesten und das Band zur optischen Überprüfung und manuellen Korrektur am Fehler anzuhalten.

Der finanzielle und personelle Aufwand zum Fehlervorbeugen und zum Instandhalten der Bänder soll sich lohnen: Laut Leymann-Untersuchung kostet ein Schreib-/Lesefehler, der eine Retry-Funktion (100fache Wiederholung des Schreib-/Lesevorgangs) oder aber einen Sprung (Programmieranweisungen SKIP oder IGNORE) auslöst, mindestens acht bis zehn Pfennig an verlorener Computerzeit. Pro Jahr können sich diese Pfennig-Fehler zu einem Verlust im Wert von mehreren tausend Mark summieren.

Bis zu 90 Prozent der permanenten Fehler können durch ein wirksames Reinigungsprogramm vermieden werden. Empfohlen werden daher bei einer Schreibdichte von 800 bpi Bandreinigungen nach jeweils zehn Durchläufen. Je höher die Aufzeichnungsdichte, um so kritischer sind Oxyd- oder Fremdpartikel auf der Magnetbandoberfläche. Deshalb werden bei 1600 oder 6250 bpi Reinigungen schon nach jeweils fünf Durchläufen empfohlen.