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N + I: Novell stellt seine Cluster-Technik vor

13.09.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auf der Networld + Interop in dieser Woche in Atlanta wird Novell seine "Cluster Services vor Netware 5" der Öffentlichkeit vorstellen. Die neue Lösung erlaubt es laut Hersteller, bis zu acht Vier-Wege-Server zu einem Verbund zusammenzuschließen. Getestet worden sei das System auch bereits erfolgreich mit zwölf Servern, hieß es. Damit erreichen die Netzwerker aus Provo einen deutlichen Vorsprung vor der Konkurrenz im Bereich der Netzwerkbetriebssysteme. "Microsoft bietet beim Clustering nur zwei Nodes", erläutert Neil MacDonald von der Gartner Group. "Netware Cluster Services läßt den Cluster Server von NT genauso hinter sich wie das, was Windows 2000 anfänglich bieten wird."

Novells neue Technik verbindet die einzelnen Server wahlweise über Fast Ethernet oder einen Fibre-Channel-Hub beziehungsweise -Switch untereinander sowie mit einem Storage-Subsystem. Die zugehörige Software unterstützt das Load-Balancing (gleichmäßige Verteilung der Arbeitslast auf die gekoppelten Maschinen/Prozessoren) ebenso wie automatische Failover Recovery (beim Ausfall eines Systems übernehmen die anderen dessen Aufgaben). Nach Ansicht von Analysten wird das neue Tool die Migration von Anwendern auf die aktuelle Netware-Version 5 deutlich beschleunigen. Hochverfügbarkeits-Fähigkeiten hatte Novell bislang nur für die Vorversion 4 im Angebot. Viele neue Features, etwa die Novell Directory Services (NDS) 8 oder "Single Sign-On" konzentrieren sich aber auf das aktuelle Release.