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Muss Novell weiter abspecken?

14.11.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Unbestätigten Presseberichten zufolge plant die US-Softwareschmiede Novell massive Entlassungen. Bis zu einem Drittel der rund 7400 Mitarbeiter des US-Konzerns könnten betroffen sein. Novell wollte die Gerüchte bislang nicht kommentieren. Anlass für die Spekulation sind offenbar ein scharfer Geschäftseinbruch im laufenden Berichtszeitraum sowie die Übernahme von Cambridge Technology Partners im Juli 2001. Durch die Akquisition der Consulting-Firma kamen 3000 neue Mitarbeiter zu Novell. Im Mai hatte der defizitäre Anbieter, der sich derzeit vom Hersteller von Netzbetriebssystemen zum Internet-Software- und Service-Provider wandelt, bereits fünf Prozent seiner Angestellten entlassen.

Inzwischen ist die Ära des früheren Novell-Chefs Eric Schmidt bei dem in Provo, Utah, ansässigen Unternehmen endgültig zu Ende. Der Manager, der im Juli als Chief Executive Officer (CEO) zurückgetreten war (Computerwoche online berichtete) und als Chef bei der Internet-Suchmaschine Google anheuerte, gibt nun auch seinen Posten als Chairman bei Novell ab. Diese Position übernimmt Novell-Chef Jack Messman, der bis Juli 2001 noch CEO von Cambridge Technology Partners war. (ka)