Vevo

Musikvideo-Dienst in Deutschland gestartet

05.10.2013
Sony und Universal Music starten ihren kostenfrei nutzbaren Video-Dienst Vevo auch in Deutschland. Anders als Youtube hat sich Vevo mit der Rechteverwertungsgesellschaft Gema geeinigt.
Vevo Deutschland
Vevo Deutschland

Die Musikvideo- und Entertainment-Plattform Vevo ist in Deutschland live. Der Dienst ist werbefinanziert und alle Videos können über die Vevo-Website oder über Smartphone- und Tablet-Apps abgerufen werden. Vevo verfügt nach eigenen Angaben über 75.000 Musikvideos sowie Original-Musikserien, Backstage-Material, Live-Performances und Interviews mit Künstlern.

Der Videodienst von Sony und Universal Music ist auch in den USA, Australien, Brasilien, Kanada, Frankreich, Irland, Italien, Neuseeland, Spanien und Großbritannien verfügbar. Die Videos können im Videoplayer auf der Vevo-Website, über Smartphone- und Tablet-Apps für Android, iOS und Windows Phone, über die Set-Top-Box Apple TV oder über die Spielekonsole Xbox Live abgerufen werden. In den USA und Kanada gibt es mit Vevo TV auch einen linearen Musik- und Videosender auf Vevo. Durch eine Partnerschaft mit Youtube ist Vevo außerdem in über 200 weiteren Ländern vertreten.

Nutzer müssen den AGB zufolge mindestens 18 Jahre alt sein bzw. die Zustimmung der Eltern haben und einen Wohnsitz in Deutschland haben. Nutzer haben auch die Option, ein Vevo-Konto zu erstellen, um Zugriff auf zusätzliche Funktionen wie Vevo-Messaging, die Verknüpfung mit Facebook und benutzerdefinierte Wiedergabelisten zu erhalten. Die persönlichen Daten der Nutzer wie E-Mail-Adresse, Name, Geburtsdatum und Musikvorlieben behandelt der Betreiber nach den Anforderungen des britischen Datenschutzgesetzes. Zwar richtet Vevo in Berlin einen Sitz ein, betrieben wird die Plattform jedoch von London aus.

Über Youtube sind in Deutschland viele Musikvideos nicht verfügbar, weil sich der Betreiber Google bislang nicht mit der Verwertungsgesellschaft Gema einigen konnte. In dem Streit geht es offenbar vor allem darum, wie hoch die Abgaben von Google für Videoausstrahlungen ohne Werbeeinblendungen sein sollen.

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