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Musikindustrie verklagt weitere Dateitauscher in Europa

04.04.2006
Die Musikindustrie hat weitere 2000 Filesharing-Nutzer vor den Kadi gezerrt, die illegal urheberrechtlich geschützte Songs getauscht haben sollen.

Dies teilte der Branchenverband IFPI (International Federation of the Phonographic Industry) mit. Insgesamt laufen damit 5500 Klagen, die von der US-Schwester RIAA (Recording Industry of America Association) nicht mit gerechnet.

Die aktuelle Aktion richtet sich gegen Raubkopierer in Deutschland, Dänemark, Finnland, Island, Italien, Österreich, Portugal, Schweden sowie der Schweiz. Die Beklagten sollen für ihre kriminellen Aktivitäten verschiedenste Netze genutzt haben, darunter BitTorrent, DirectConnect, eDonkey, FastTrack, Gnutella, LimeWire, SoulSeek und WinMX.

Vergangene Woche hatte die IFPI mitgeteilt, die weltweiten (legalen) Verkäufe digitaler Musik hätten sich 2005 auf 1,1 Milliarden Dollar Umsatz nahezu verdreifacht. Insgesamt sei der Musikumsatz aber um drei Prozent gesunken, weil weniger CDs gekauft worden seien. Dafür machte der IFPI-Chairman John Kennedy unter anderem Piraterie verantwortlich. (tc)