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Musikindustrie setzt Anti-Filesharing-Feldzug fort

16.11.2005
Branchenverband verklagt mehr als 2100 angebliche Datentauscher.

In seiner bisher größten Kampagne gegen Nutzer von illegalen Filesharing-Plattformen hat der weltweite Verband International Federation of the Phonografic Industry (IFPI) 2100 neue Klagen wegen Urheberrechtsverletzung eingereicht und seine Aktionen auf Schweden, die Schweiz, Argentinien, Hongkong und Singapur ausgeweitet. Verfolgt würden dabei Internet-Nutzer, die Musikstücke im großen Stil auf P2P-Netzen zum Download bereitstellten, teilte der Phonoverband mit.

Wegen der steigenden Zahl von Fällen in der Region nehme die Musikindustrie nun erstmals auch Filesharing-Nutzer in Südostasien und Lateinamerika aufs Korn, erklärte IFPI Chairman und CEO John Kennedy: "Die Botschaft lautet, dass es zwischen Schweden und Hongkong sowie von Singapur bis Argentinien keinen Schutz gibt."

Aus Sicht der Musikindustrie hat das harte Vorgehen gegen File-Sharing dabei geholfen, das Problem trotz steigender Zahl von Breitbandanschlüssen im Zaum zu halten: Nach Schätzungen der IFPI ist die Summe der illegal getauschten Musikstücke in der ersten Jahreshälfte 2005 leicht auf rund 900 Millionen Titel gestiegen, während die Zahl der schnellen Internet-Zugänge weltweit um 17 Prozent kletterte. (mb)