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Musikindustrie erwartet Urteil über Zukunft der Tauschbörsen

03.12.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Am Montag fand eine Anhörung im Copyright-Prozess zwischen der Musikbranche und den Peer-to-Peer-Diensten (P-2-P) in den USA statt. Jetzt warten beide Parteien auf den Richterspruch. Sowohl für die Tonträgerindustrie und Filmstudios als auch für die Musiktauschbörsen Morpheus und Grokster dürfte das Urteil wegweisend sein. Fällt es zu Gunsten der Musikunternehmen aus, könnte Stream Cast Networks, der Muttergesellschaft von Morpheus und Grokster, verboten werden, die Software für das Verteilen von Musik- und Videodaten zu verbreiten. Unter Umständen müsste sie auch die Weitergabe von urheberrechtlich geschütztem Material über ihre Dienste verhindern. Dem selben Urteil hätte sich auch der P-2-P-Dienst Kazaa Service, ein Tochterunternehmen von Sharman

Networks, zu beugen, obwohl er am Montag nicht an der Anhörung teilnahm.

Grundsätzlich hoffen beide Parteien auf eine schnelle Lösung des Konflikts - noch vor der Hauptverhandlung. Verstöße gegen das Urheberrecht können im Schadensfall zehn bis hundert Millionen Dollar kosten. (km)