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Musikanbieter fordern Sonderabgabe für CD-Brenner

11.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Musikverlage, Plattenfirmen und Musiker wollen eine Sonderabgabe für CD-Brenner durchsetzen. Grund dafür ist der rasant gestiegene Absatz dieser Geräte und das damit zusammenhängende Raubkopierertum. CD-Brenner sind inzwischen schon ab rund 300 Mark zu haben, die benötigten CD-Rohlinge kosten rund drei Mark. Der "Spiegel" berichtet, daß die Zentralstelle für private Überspielungsrechte, die Inkasso-Firma der Verwertungsgesellschaft der Gema, vom Hersteller Hewlett-Packard (HP) rückwirkend zum 1. Januar 1998 20,50 Mark für jeden in Deutschland verkauften CD-Brenner verlangt. HP lehne die Pauschalabgaben, die beispielsweise für Kopierer und Tonbandgeräte üblich sind, ab. Es gebe Verschlüsselungstechnologien, die es erlaubten, private Vervielfältigungen wirkungsvoll zu kontrollieren.