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Musik: Milliardenverluste durch Raubkopien

11.06.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) – Nach jüngsten Schätzungen des Musikverbandes International Federation of the Phonographic Industry (IFPI) gingen der Musikindustrie im vergangenen Jahr Einnahmen von bis zu 10 Milliarden Dollar durch illegal hergestellte CDs und Kassetten verloren. Der legale Musikhandel verzeichnete 1998 einen Umsatz von 38,7 Milliarden Dollar, was einem Anstieg um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Verantwortlich für den Boom in der Musik-Piraterie macht der Verband vor allem den zunehmenden Einstieg des organisierten Verbrechens und die Tatsache, daß Raubkopien immer leichter herzustellen seien. Da eine rechtliche Verfolgung der Übeltäter schwierig ist, bemüht sich die Musikindustrie um die Schaffung von Technologien, die das illegale Kopieren von Tonträgern unmöglich macht.