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Münchner Dotcom geht das Geld aus

30.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Münchner Anbieter von Online-Mitarbeiterservices Netembassy hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit gestellt. Dem Unternehmen hat offenbar Probleme, in der derzeitigen Konkunkturflaute weitere Investoren zu finden. Das Unternehmen war Ende 1999 mit der Idee gestartet, Firmen maßgeschneiderte Dienstleistungs- und Warenangebote für ihre Belegschaft anzubieten. Über die Homepage von Netembassy können die Mitarbeiter während der Arbeitszeit beispielsweise Online-Einkäufe tätigen, Konzert-Karten bestellen oder einen Wäschedienst nutzen, der die dreckigen Kleider direkt bei der Arbeit abholt. Das Konzept, mit dem Netembassy den teilnehmenden Unternehmen Kosten im Personalbereich einsparen will, überzeugt offenbar nicht auf Anhieb. Rainer Stinner, Vorstandsvorsitzender der Dotcom im Glockenbachviertel, gab zu,

dass die angebotenen Leistungen einen "zu langen Entscheidungszyklus" bei den Firmen erfordern.