Fusion von COR und FJA

Msg Systems konsolidiert den Markt im Handstreich

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Die beiden auf Versicherungen spezialisierten Softwarehäuser COR und FJA werden im September 2009 fusionieren. Initiator und lachender Dritter: msg systems.

Die Softwarehäuser COR AG und FJA AG planen zum September 2009 eine Verschmelzung, die offiziell als "Merger of Equals" tituliert wird. Beide Unternehmen entwickeln und vermarkten Standardsoftware für Lebensversicherungen. Offiziellen Angaben zufolge würde das gemeinsame Unternehmen über rund 1.000 Mitarbeiter in sieben Ländern verfügen, der voraussichtliche Jahresumsatz liegt bei über 130 Millionen Euro. Ziel der Fusion seien Synergieeffekte. Die Verschmelzung soll in den jeweiligen Hauptversammlungen Mitte des Jahres von den Aktionären verabschiedet werden.

Im Hintergrund des Deals hat der Münchner Softwarekonzern msg Systems die Fäden gezogen. Das Unternehmen hält derzeit derzeit 57,5 Prozent der Anteile an der COR AG und mit dieser gemeinsam 30,47 Prozent der FJA-Aktien. Ein Pflichtangebot an die Aktionäre der FJA AG wurde unterbreitet. Msg setzte im vergangenen Jahr 309 Millionen Euro um, etwa 20 Prozent mehr als 2007. COR plant 2009 einen Umsatz von 70 Millionen Euro, FJA hat im dritten Quartal 2008 knapp 15 Millionen Euro eingenommen.