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"Directory Tiles"

Mozilla plant Werbung in neuen Tabs für Firefox-N00bs

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Der Firefox-Anbieter Mozilla hat kaum Einnahmequellen. Jetzt hat die Open-Source-Firma zumindest eine kleine neue ausgemacht.

Geld bekommt Mozilla bis dato primär von Google (PDF-Link), das im Firefox-Browser standardmäßig als Suchanbieter voreingestellt ist. Nun will man auch Anzeigen auf der "Neuer-Tab"-Seite verkaufen, die bei neuen Firefox-Nutzern bislang ziemlich gähnend leer ist.

Bisher sind die "Neuer-Tab"-Thumbnails in einem jungfräulichen Firefox nicht vorbefüllt.
Bisher sind die "Neuer-Tab"-Thumbnails in einem jungfräulichen Firefox nicht vorbefüllt.
Foto: Mozilla

Die Ansicht "Neuer Tab", die Firefox beim Öffnen eines ebensolchen präsentiert, hat Platz für neun Webseiten-Thumbnails. Mozilla will diese künftig standardmäßig vorbefüllen - mit Links aus dem eigenen Ökosystem, populären Destinationen in der jeweiligen Geografie und eben "gesponserten Inhalten von handverlesenen Partnern", wie es in einem Firmenblog heißt.

Das ist nun aber wirklich kein Grund für irgendwelche Aufschreie - die geplanten "Directory Tiles" betreffen ausschließlich ganz frische Firefox-Installationen. Die verkauften Links verschwinden dann nach kurzer Zeit und werden wie alle "Neuer-Tab"-Einträge durch die Webseiten ersetzt, die der Nutzer am häufigsten ansurft. Und wenn Mozilla mit der Vorbefüllung noch ein paar Dollar einnimmt, um seine Unkosten zu decken - fein, das chronisch unterfinanziert Projekt arbeitet ja ohnehin nicht gewinnorientiert.