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Mozilla ändert Ebay-Suche des Firefox

23.11.2004

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Mozilla hat ein Update für die deutsche Sprachversion des Browsers "Firefox" herausgebracht. Sie ist wegen der integrierten Ebay-Suche in Misskredit geraten. Diese übergibt Suchanfragen nicht direkt an die Suchmaschine von Ebay, sondern leitet sie auf die Website einer Partnerfirma des Auktionshauses. Mozilla betont, dass nur die deutschsprachige Firefox-Version betroffen ist.

Nach Einspielen des Updates werden Suchanfragen direkt an Ebay übergeben, heißt es in einer Erklärung der Mozilla Foundation. Das sei wichtig, um die Privatsphäre der Anwender zu wahren. Die ursprünglich integrierte Web-Adresse sei den Browser-Entwicklern von Ebay Deutschland angegeben worden und diene dazu, anonymisierte Statistiken über die Beliebtheit der integrierten Suche zu erstellen.

Mit dem Update reagiert Mozilla unter anderem auf Diskussionen in Internet-Foren wie zum Beispiel "firefox-browser.de", in denen die Ebay-Umleitung heftig diskutiert wurde.

Nach Angaben der Mozilla Foundation wurde Firefox 1.0 in den ersten zwei Wochen nach Veröffentlichung weltweit 5,6 Millionen Mal heruntergeladen. Die Nutzungsquote des Browsers ist laut Messung von Onestat im November auf 7,4 Prozent gestiegen. Der Nutzungsanteil des Microsoft-Browsers Internet Explorer ist demnach auf 88,9 Prozent gesunken. Der niederländische Web-Dienstleister hat die Internet-Aktivitäten von zwei Millionen Anwendern in 100 Ländern untersucht.

Damit ist die Verbreitung des Internet Explorer weiter zurückgegangen. Nach einer Messung der Web-Analysten von Websidestory nutzen im Juni dieses Jahres noch 95,5 Prozent der Anwender den Microsoft-Browser. Im Oktober lag die Verbreitung bei 92,9 Prozent (Computerwoche.de berichtete).

Zur weiteren Verbreitung von Firefox könnte auch ein Softwarepaket beitragen, das der Linux-Anbieter Linspire geschnürt hat. Er bietet das quelloffene Büropaket Openoffice.org und den Mozilla-Browser in den USA unter der Bezeichnung OOoFf für die Betriebssysteme Windows, Linux und Mac OS zum Preis von knapp 30 Dollar in einer Box an. (lex)