Image-Tool

Mounten statt Brennen

Schulze ist freier Autor der Website CIO.de und dem CIO-Magazin.
Windows-Anwender können CD- oder DVD-Abbilder nicht direkt in das File-System einbinden.

Erst teure oder komplizierte Tools machen das Mounten von ISO-Dateien als virtuelle Laufwerke möglich. Alternativ dazu gibt es das kostenlose "Virtual CD Control Panel" für Windows XP.

Das Werkzeug besteht aus einem virtuellen CD-Treiber und dem eigentlichen Control-Panel. Letzteres lässt sich als Binärdatei direkt ausführen.

Beim ersten Start fragt die Software nach dem Speicherort des virtuellen CD-Treiber. Ist dieser in das Control-Panel eingebunden, müssen über "Add Drive" zunächst Laufwerksbuchstaben als Mount-Points angelegt werden. Der Anwender wählt mit "Mount" das einzubindende ISO-Image aus. Ebenso einfach können die ISO-Abbilder wieder ausgehängt und die virtuellen Laufwerke entfernt werden. Fährt der PC herunter, verlieren auch die Einstellungen aus Virtual CD Control Panel ihre Gültigkeit; die Mount-Punkte müssen nach erneuter Anmeldung wieder frisch erzeugt und Images neu eingehängt werden.

Mit dem Virtual CD Control Panel lassen sich alle lokal gespeicherten ISOs ins Dateisystem einhängen, sowohl CD-Abbilder als auch DVD- Images. Um ISO-Dateien einzubinden, die auf Netzwerk-Shares gespeichert wurden, müssen diese Shares zunächst auf den lokalen Rechner gemappt werden. Leider beherrscht das Tool keine UNC-Namen, wie sie in Netzwerken üblich sind. Positiv dagegen ist, dass sich der ISO-Mounter merkt, welche Images auf welchem virtuellen Laufwerk zuletzt gemountet wurden. Diese lassen sich dann mit einem Mausklick wieder einhängen.

CW-Fazit

Wer nicht alles auf CD oder DVD brennen möchte, wird Virtual CD Control Panel zu schätzen wissen: Es mountet alle ISO-Dateien ohne große Installation oder Konfiguration.