Motorola Cliq/Dext

Motorola zeigt erstes Android-Smartphone

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der US-amerikanische Hersteller Motorola versucht mit einem Smartphone mit angepasstem Google-Android-Betriebssystem sein Comeback als erfolgreicher Handy-Anbieter.

Auf der "Mobilize"-Konferenz in San Francisco hat Motorola am Donnerstag das erste Modell seiner mit Spannung erwarteten Serie von neuen Mobiltelefonen präsentiert. Für die Company steht dabei viel auf dem Spiel: Es handelt sich vermutlich um die letzte Chance für Motorola, nach dem Erfolg der Razr-Serie im Handy-Markt wieder Anschluss zu finden.

Das "Cliq" beziehungsweise "Dext" genannte Android-Smartphone ist mit einem 3,1-Zoll-Touchscreen mit 480 mal 320 Pixel Auflösung ausgestattet und verfügt über eine seitlich ausziehbare Volltastatur. Das Modell unterstützt HSDPA (bis 7,2 Mbit/s) sowie WLAN (b/g), weitere Features sind eine 5-Megapixel-Kamera (Autofokus, aber ohne Blitz), A-GPS, ein elektronischer Kompass und ein Beschleunigungssensor. Mit knapp 1,6 Zentimeter Dicke und 163 Gramm Gewicht ist das Smartphone etwas pummelig geraten, innere Werte wie das kräftige Akku mit 1420 mAh Kapazität trösten darüber etwas hinweg. So verspricht Motorola eine theoretische Standby-Zeit von über 13 Tagen, außerdem soll man mit dem Gerät bis zu sechs Stunden ohne Unterbrechung sprich Aufladung telefonieren können.

Das Cliq wird mit der Android-Version 1.5 (Cupcake) und einem speziell von Motorola entwickelten Interface/Service namens Motoblur ausgeliefert. Dieser synchronisiert Kontakte, Einträge, Mitteilungen, Fotos und Ähnliches aus Quellen wie Facebook, MySpace, Twitter, Googlemail oder anderen E-Mail-Postfächern und zeigt sie - ähnlich wie HTC Sense - automatisch auf dem Startbildschirm an. Außerdem erstellt Motoblur auf einem sicheren Web-Server ein Backup der auf dem Gerät gespeicherten Informationen, hilft ein verlorengegangenes Device zu finden oder dessen Inhalte zu löschen.

Motorola will das Gerät in den USA ab dem vierten Quartal zusammen mit T-Mobile als Exklusivpartner unter dem Namen Cliq auf den Markt bringen. In anderen Regionen soll das Gerät als Motorola Dext in den Handel kommen. Kooperationspartner sind laut Sanjay Jha, Co-CEO und Chef von Motorolas Mobile Devices Group, unter anderem Orange in Frankreich und Großbritannien, Telefónica in Spanien und América Móvil in Lateinamerika. Ein Preis für das neue Smartphone wurde nicht genannt.