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Motorola weitet Gewinnserie aus

16.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Dem Handy- und Chiphersteller Motorola gelang es in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2003, das dritte Quartal in Folge einen Gewinn zu schreiben. Das in Schaumburg, Illinois, ansässige Unternehmen erzielte einen Nettoprofit von 169 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Aktie, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 449 Millionen Dollar oder 20 Cent je Anteilschein ausgewiesen worden war. Mit einem aktuellen Pro-forma-Profit von 21 Millionen Dollar oder einem Cent pro Aktie verfehlte der zweitgrößte Mobiltelefonhersteller jedoch die eigenen Prognosen um einen Cent. Auch der Umsatz lag bei einem Rückgang um 2,2 Prozent auf sechs Milliarden Dollar unter Plan, das schlechte Abschneiden ist jedoch teilweise auf geänderte Bilanzierungsmethoden zurückzuführen.

Im Detail betrachtet, stiegen die Einnahmen der Handy-Sparte gegenüber dem Vorjahresquartal um zwei Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar, während die Absatzzahlen sogar um 18 Prozent zunahmen. Dem Unternehmen ist es nach eigenen Schätzungen gelungen, seinen Anteil im weltweiten Handy-Markt von 16 auf 19 Prozent zu steigern.

Im Halbleitersegment verbuchte Motorola einen Umsatzzuwachs um zwei Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar, der Wert der neu generierten Aufträge ging jedoch um 16 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar zurück. Im Bereich Wireless Infrastructure sanken die Erlöse um zwölf Prozent auf 952 Millionen Dollar, aufgrund der anhaltenden Investitionszurückhaltung der Carrier verzeichnete der Konzern hier einen Auftragsrückgang um 28 Prozent auf 935 Millionen Dollar.

Für das laufende zweite Quartal stellte Konzernchef Christopher Galvin einen Nettoprofit zwischen einem und drei Cent pro Aktie in Aussicht, der Pro-forma-Gewinn soll im Bereich von drei bis fünf Cent je Anteil liegen. Gleichzeitig erwartet Galvin, dass sein Unternehmen zwischen 6,4 Milliarden und 6,6 Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaften wird. Die Analysten waren bislang davon ausgegangen, dass Motorola im Schnitt bei 6,5 Milliarden Dollar hohen Einnahmen einen Pro-forma-Profit von sieben Cent je Anteilschein schreiben wird. (mb)