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Motorola warnt und entlässt weitere 2000 Mitarbeiter

07.09.2001
Der US-Elektronikkonzern Motorola hat vor einem schlechter als erwarteten Umsatz im dritten Fiskalquartal gewarnt und die Entlassung von weiteren 2000 Mitarbeitern angekündigt.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Motorola-Aktie sank am gestrigen Donnerstag um 15 Prozent auf 13,94 Dollar, nachdem der US-Elektronikkonzern vor einem schlechter als erwarteten Umsatz im dritten Fiskalquartal gewarnt und die Entlassung von weiteren 2000 Mitarbeitern angekündigt hatte. Die Stellenkürzungen sollen in der Geschäftseinheit Global Telecom Solutions Sector vorgenommen werden. Damit reduziert Motorola seine ursprünglich 147.000 Mitarbeiter zählende Belegschaft in diesem Jahr um insgesamt 32.000. Das in Schaumburg, Illinois, ansässige Unternehmen machte für die Maßnahmen die sinkende Nachfrage nach seinen Mobilfunk-Infrastrukturprodukten verantwortlich.

In seinem laufenden dritten Fiskalquartal 2001 rechnet Motorola beim Umsatz nun mit einem Nullwachstum gegenüber dem zweiten Quartal, als die Company Einnahmen von 7,52 Milliarden Dollar auswies. Zuvor hatte der Elektronikkonzern noch mit einer fünfprozentigen Steigerung im Vergleich zum vorhergehenden Geschäftsquartal gerechnet. Ohne Berücksichtigung einmaliger Sonderaufwendungen erwartet Motorola im laufenden Berichtszeitraum einen Verlust von fünf bis acht Cent je Aktie.

Im dritten Fiskalquartal 2000 hatte das US-Unternehmen einen Umsatz von 9,49 Milliarden Dollar und einen Nettoprofit von 531 Millionen Dollar oder 23 Cent pro Anteilschein gemeldet.